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Deutscher Titel: Alfred Hitchcock
zeigt: Eine Marionettenbescherung
Genre: Thriller
Erstausstrahlung: 9.11.58
Filmlänge: 23 Min.
Drehbuch: Ray Bradbury nach einer
Geschichte von Ray Bradbury
Musik:
Kamera:
Regie: Robert Stevens
Produzent:
Darsteller: Barbara Baxley (Anne
Smith), Norman Lloyd (Charles Brailing), Marian Seldes (Lydia Brailing)),
Elliott Reid (Tom Smith).
Inhaltsangabe:
Im Wohnzimmer der Brailings liest Charles Brailing die Zeitung, während
seine Ehefrau, Lydia Brailing, strickt. Charles geht zum Telefon und ruft
seinen Freund Tom Smith an, aber Toms Frau Anne sagt Charles, Tom würde
heute Abend zu Hause bleiben. Charles hängt ungeduldig ein. Dann legt er
den Säbeltanz auf den Plattenspieler, stellt ihn sehr laut. Kurz darauf
steht seine Frau auf, schaltet den Plattenspieler aus und nimmt dann ihren
Platz wieder ein. Genau wie Charles wußte, daß sie es tun würde. Er sagt,
es ist Zeit, daß sie miteinander reden. Sie sollten Reisen, anständig
Urlaub machen, Spaß haben. Nach Rio fahren, vielleicht. Im Laufe des
Gesprächs ergreift er ihre Hand. Sie bittet ihn, diese zu küssen - sie
wird mit ihm kommen, wenn er es tut. Er kann sich nicht überwinden, es zu
tun. Heimlich zieht Charles ein Flugticket nach Rio aus seiner Tasche und
schützt es vor den Blicken seiner Frau. Er schaut kurz auf das Ticket und
ruft dann nochmals Tom an. Tom gibt vor, der Anruf sei von Fred, darum
bemüht, seine übertrieben liebevolle Ehefrau nicht wissen zu lassen, wer
anruft. Charles besteht darauf, mit Tom reden zu müssen. Sie werden sich
später treffen. Charles geht daraufhin in den Keller und schließt den
Werkzeugkasten auf.
Später verlassen Tom und Charles eine Bar in der Nachbarschaft, in der sie
heftig getrunken haben. Charles kündigt seine Absicht an, seine Frau zu
verlassen. Und er hat die perfekte Methode es zu tun: weil er gerade
jetzt, in diesem Moment, mit seiner Frau zu Hause ist. Er wettet mit Tom,
daß es so ist. Sie schleichen sich zu Charles Haus. Tom späht ins Fenster
und sieht, wie Charles mit seiner Frau Karten spielt. Charles steht auf
dem Bürgersteig und lacht und er läßt einen Pfiff los, auf
Ultraschallfrequenz. Das Individuum im Haus kommt heraus. Charles fordert
Tom auf, seinen Kopf auf die Brust des „anderen Charles“ zu legen. Er kann
den Maschinen im Innern von Charles „Doppelgänger“ zuhören: es ist ein
Roboter.
Charles erklärt, er hat ihn von der Marionetten Gesellschaft, einer Firma,
die seit drei Jahren existiert. Der Roboter ist genauso wie er, er spricht
soger wie er. Jetzt kann Charles seinem frustrierenden, einengendem Leben
entkommen. Tom hätte auch gerne einen dieser Roboter, damit er sich von
seiner Frau eine Pause gönnen kann. Charles nennt ihm den Preis, nur 5.000
Dollar, und gibt seinem Freund die Karte der Firma.
Zuhause überprüft Tom seinen Kontostand und denkt, daß er eine Abbuchung
von 5.000 Dollar verkraften könne. Zu seiner Überraschung muß er dann aber
feststellen, daß genau dieser Betrag bei den Ersparnissen fehlt. Er eilt
nach Hause zu Ann, kann sie aber nicht wecken. Sie lächelt sanft im
Schlaf. Dann beugt sich Tom über sie und hört, wie die Maschinen im Innern
der schlafenden Frau leise surren.
In der Zwischenzeit im Keller von Charles Haus: Charles sagt dem Roboter,
daß er vielleicht ein bißchen zu nett zu seiner Frau sei. Der Roboter gibt
zu, eine gewisse Zuneigung zu ihr zu verspüren. Er weigert sich, in der
Werkzeugkiste gehalten zu werden. Charles befiehlt ihm, hinein zu gehen.
Der Roboter sagt, er glaube, er würde gerne nach Rio fahren, dort herrscht
ein netteres Klima. Ja, er wird mit Charles Frau nach Rio fahren, sagt er,
und schließt Charles in den Schrank ein.
Tom stürmt herein und stellt den Roboter, da er glaubt, er sei Charles. Er
erzählt, was passiert ist und daß seine Frau mit einem anderen
durchgebrannt sein muß. Tom geht, er ist ein gebrochener Mann.
Im Schlafzimmer küßt Charles, der Roboter, zärtlich Lydias Hand und bietet
ihr einen Drink an.
Info: Die Kurzgeschichte "Marionettes, Inc."
von Ray Bradbury wurde erstmalig publiziert im
Startling Stories (März 1949).
Neuverfilmungen:
Marionettes, Inc. 1985
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